Jeder denkt daran die Welt zu ändern, aber niemand will es selbst tun.

Jeder denkt daran die Welt zu ändern, aber niemand will es selbst tun.

IMG_0206 ComposingNachdem doch viele Anfragen eingegangen sind, wo denn die Location sind von der Bildserie „Über den Wolken“, will ich dieses „Geheimnis“ lüften. Es sind Bildmontagen, da man solche Location tatsächlich nicht immer vor Ort hat und man mit Equipment und Model nicht unbedingt Berge erklimmen möchte, können Bildmontagen helfen ganz neue Realitäten zu schaffen. Bildobjektive und Hintergründe sind individuell kombinierbar und somit sind komplett unterschiedliche Welten kreierbar. Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt ;0) …

…aber wer kennt nicht das Problem: man will ein Bildmontage machen und merkt, das das alles nicht so passt wie man will. Sei es Licht & Schatten,Winkel oder Stimmung alles passt irgendwie nicht zusammen und man ist kurz vorm verzweifeln.

Gewisse Regeln, beispielsweise aus dem Bereich der Optik oder der Gestaltungslehre spielen dabei eine nicht unerhebliche Rolle und führen, je nach Wissensstand des Composers, zu mehr oder minder akzeptablen Ergebnissen. Allein die Beachtung dieses ersten der drei F (Funktion, Form, Farbe) sorgt dafür, dass sich die dargestellten Objekte gedanklich miteinander in Verbindung bringen lassen und verhindert Kombinationen von Dingen, die den Betrachter planmäßig in eine geistige Sackgasse rennen lassen.

Die Form unterstützt die Funktion im besten Falle perfekt und transportiert so den Bildinhalt auf direktem Wege ins Unterbewusstsein des Betrachters. Sie sorgt dafür, dass die Linien im Bild harmonisch verlaufen, die Perspektive stimmt und der Vordergrund eine logische Verbindung mit dem Hintergrund eingeht. Sie bestimmt noch mehr als die Funktion, ob wir ein Bild als beruhigend, chaotisch, harmonisch oder unausgewogen empfinden.

Die dritte, Funktion und Form unterstützende Größe ist die Farbe. Auch sie steuert das Unterbewusstsein, jedoch ist die Interpretation maßgeblich von der Form abhängig, mit der sie in Verbindung gebracht wird. Der Rest ist Photoshop. Die Feinabstimmung für Schatten, Aufhellung, Farbtemperatur und alles andere, was das Bild lebendig macht und die einzelnen Bildelemente miteinander verbindet, ist die eigentliche Arbeit dessen, was man allgemein unter dem Begriff Composing versteht.

In meinem Fall hatte ich 4 Zutaten: Wolken, Bonsaibaum, Ingwerwurzel und ein hübsches Model. Das Bild war im Kopf schon fertig und somit brauchte ich dann das Model nur noch in der richtigen Perspektive und im „richtigen“ Licht zu fotografieren um es dann unter den Baum zu setzen. Die Ingwerwurzel habe ich etwas gedreht, damit das Bäumchen darauf Platz findet. Die Wolken wurden als Hintergrund eingefügt. Mit der Farbpalette und mit den Formebenen von Photoshop noch etwas gespielt, um die gestalterischen Highlights zu setzen und fertig ist das Bild ;0) …above the clouds

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