20er Jahre Prohibition-> Themen-Schnack 2.0 ;0)…

20er Jahre Prohibition-> Themen-Schnack 2.0 ;0)…

Nach­dem uns der nost­al­gi­sche Clown­sch­nack so viel Spaß gemacht hat, haben wir beschlos­sen uns häu­fi­ger zu tref­fen unter einem bestimm­ten Mot­to. Vor­aus­set­zung: Foto­gra­fen sind auch dem The­ma ent­spre­chend authen­tisch geklei­det!

Die­ses Mal dach­ten wir an die 1920iger Jahr, an Gats­by & Pro­hi­bi­ti­on, an Paris & Ber­lin. Die Welt wan­del­te sich wirt­schaft­lich und natür­lich auch modisch. Die 1920er Jah­re waren weg­wei­send für die Eman­zi­pa­ti­on der Frau. Frau­en erfan­den für sich eine neue Rol­le, erkämpf­ten sich ihren Platz in der Arbeits­welt und brach­ten ihr neu gefun­de­nes Selbst­ver­trau­en durch Mode und Spiel mit ihren Rei­zen zum Aus­druck.

Als Loca­ti­on hat­ten wir uns “The Wai­ting Room” in Bonn aus­ge­sucht. Eine Bar, die ganz im Stil der 1920iger Jah­re her­ge­rich­tet ist — ein­fach Klas­se. Auch für einen guten Cock­tail kön­nen wir die­se Bar jeder­zeit emp­feh­len ;0) …Wir staf­fier­ten uns natür­lich auch Klei­der­tech­nisch aus, mit allem was dazu gehört und star­te­ten in die Zeit­rei­se…

Natür­lich geht es jeder Foto­graf auf sei­ne Art und Wei­se an. Ich hat­te es mir zum Ziel gemacht, eine klei­ne Serie zu erar­bei­ten im Sin­ne eines “Gen­tle­mens­club” mit beson­de­rem Charme ;0)…

Dem Zeit­geist ange­mes­sen, trifft sich auch Lucia mit Freun­den  nach geta­ner Arbeit in einem der vie­len Clubs, um aus­ge­las­sen zu moder­nen Jazz-Klän­gen zu fei­ern. Dafür schlüpft sie in einen kur­zen Rock, der über den Kni­en endet und viel Bein zeigt. Was einst als vul­gär galt, ist nun Aus­druck einer neu geleb­ten Weib­lich­keit. Wäh­rend Frau­en tags­über bewusst auf ihre weib­li­chen Rei­ze ver­zich­te­ten, um in der von Män­nern domi­nier­ten Arbeits­welt zu bestehen, koket­tier­ten sie damit nachts umso bewuss­ter. Der offe­ne Umgang mit Sexua­li­tät gehör­te zu den neu­en Frei­hei­ten. Plötz­lich tauch­ten Avant­gar­de-Tän­ze­rin­nen wie Jose­phi­ne Baker in Nacht­lo­ka­len auf und begeis­ter­ten ihr durch­aus gemisch­tes Publi­kum mit offen gezeig­ten weib­li­chen Rei­zen.

Als Sym­bol der neu­en Ero­tik galt auch die Ziga­ret­te. Das öffent­li­che Rau­chen, das einst als ver­pönt galt, gehör­te nun zum guten Ton. Die Ziga­ret­te war ein fes­ter Bestand­teil des neu­en Lebens­ge­fühls und  schmeck­te für vie­le Frau­en nach Frei­heit und Unab­hän­gig­keit. Dabei ent­wi­ckel­te sich ein regel­rech­ter Kult um die Ziga­ret­te. So übt auch Lucia oft stun­den­lang vor dem Spie­gel, sich eine Ziga­ret­te  anzu­zün­den um dann mög­lichst kokett zu wir­ken, ja sogar die Zeit gab sie in Ziga­ret­ten­län­gen an. Aber die Ziga­ret­te war mehr als ein Sym­bol für Ero­tik: das Ziga­ret­ten­rau­chen sym­bo­li­sier­te „die Befrei­ung der Frau von bür­ger­li­chen Nor­men: etwa so, als ob Frau mit der Ziga­ret­te auf Häus­lich­keit und Tra­di­ti­on ach­ten wür­de.

Wir, Jens Pelt­zer, Juri Bogen­hei­mer, Lucia (unser Model) und ich hat­ten sehr viel Spaß und wir haben dies­mal beschlo­ßen unse­re bear­bei­te­ten Bil­der alle zusam­men­zu­füh­ren und dar­aus eine klei­ne Erin­ne­rungs­bro­schü­re zusam­men­ge­stellt ;0) …

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